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Nachweis- und Erkennungsgrenzen bei Kernstrahlungsmessungen - Arbeitskreis Nachweisgrenzen AK SIGMA -

Ziel des AK SIGMA ist die Erarbeitung von nationalen und internationalen Normen zur statistischen Beurteilung von Kernstrahlungsmessungen. Eine derartige Beurteilung muss im Wesentlichen drei Fragen beantworten: Kann unter den gemessenen Kernstrahlungsereignissen ein Beitrag der Probe erkannt werden? Wie groß ist der kleinste Probenbeitrag, der zuverlässig nachgewiesen werden kann? Falls ein Probenbeitrag erkannt wurde, wie groß ist der Wertebereich der Messgröße, der mit großer Sicherheit den wahren Wert der Messgröße enthält?

Diese Fragen können mit dem Konzept der charakteristischen Grenzen (Erkennungsgrenze, Nachweisgrenze und Grenzen eines Überdeckungsbereiches) beantwortet werden:

  • die Erkennungsgrenze (EKG, engl.: decision threshold) entscheidet die Frage, ob unter den gemessenen Signalen ein Beitrag der Probe ist
  • die Nachweisgrenze (NWG, engl.: detection limit) nennt den kleinsten wahren Wert des Probenbeitrages, der zuverlässig gemessen werden kann
  • die Grenzen des Vertrauens- oder Überdeckungsbereiches (limits of a coverage interval) schließen einen Bereich ein, der den wahren Wert der Messgröße mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit enthält

Der Arbeitskreis AK SIGMA hat die internationale Norm ISO 11929 entworfen und in die deutsche Norm DIN ISO 11929 überführt. In dieser Norm werden die charakteristischen Grenzen auf der Grundlage der Bayes Statistik unter Berücksichtigung der vollständigen Messunsicherheiten nach DIN 1319 oder dem ISO Guide for the Expression of Uncertainty in Measurement abgeleitet.
Aktuell wird die Revision von ISO 11929 vorbereitet. (Mehr Informationen)

 

 

Mitarbeiter

Kontakt

Dr. Michael Täschner

Themen für BSc / MSc / PhD Arbeiten

In Vorbereitung

Publikationen

Beispiel-Berechnungen zu DIN ISO 11929 siehe Diplomarbeit von Linda Peters, 2012

Zusammenarbeit

Der AK SIGMA arbeitet als gemeinsamer Arbeitskreis GAK 967.2.1 „Nachweis- und Erkennungsgrenzen bei Kernstrahlungsmessungen“ des FS (www.fs-ev.de) und der DKE (Spiegelgremium zu ISO TC85 SC 2 WG 17 "Radioactivity Measurements"), mehr Informationen. ISO TC85 SC 2 WG 17 befasst sich außer mit der Normung charakteristischer Grenzen auch mit der Normung von Verfahren zur Messung der Umweltradioaktivität. In diesem Bereich besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem AKU (gleichzeitig GAK 967.2.2 „Umweltmessungen“).