Gelangen Radionuklide über den Nahrungspfad zum Menschen, können sie eine radio- und chemotoxische Gefahr darstellen. Um die Gesundheitsrisiken bei einer oralen Aufnahme von Radionukliden mit der Nahrung präzise abschätzen und wirksame Dekontaminationsverfahren anwenden zu können, ist ein molekulares Prozessverständnis der Wechselwirkung zwischen Radionukliden und dem Verdauungstrakt erforderlich. In der Studie von Holtmann et al. wurde daher die Speziation von Radium in synthetischen Biofluiden mittels ESI-MS untersucht. Zusätzlich wurden die experimentellen Befunde mit thermodynamischen Modellierungen mittels PHREEQC verglichen. Dabei zeigte sich, dass Radium hauptsächlich als freies Ion vorlag. Während klassische Komplexbildner wie EDTA sich wirkungslos zeigten, wurde für Kronenether wie 18-Krone-8 eine Komplexierung im Verdauungstrakt nachgewiesen.
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