Studium
Angebote für Abschlussarbeiten

Studien- und Abschlussarbeiten

Hier finden Sie Beispiele für Abschlussarbeiten die Sie bei uns schreiben können. Neben den unten aufgeführten Arbeiten sind aber nach Rücksprache auch Abschlussarbeiten im Zusammenhang mit aktuellen Forschungsprojekten möglich. 

BACHELORARBEITEN

Auswertung von Anemometermessungen an der Schachtanlage Asse

In der Schachtanlage Asse wurde durch eine Erkundungsbohrung ein nicht befahrbarer Bereich des Grubengebäudes gastechnisch zugänglich, wo ein vom bewetterten Grubengebäude abweichender Luftdruck gegeben ist. In diesen Hohlraum wurde kontrolliert eine mittels Anemometer gemessene Menge an Atmosphäre zugegeben. Aufgezeichnet wurden die zeitlichen Verlaufskurven der Stoffmenge und des barometrischen Drucks sowie weitere Parameter. Weitere Messungen unter Beteiligung des Kandidaten sind möglich, Gestaltungsmöglichkeit auch denkbar. Neben der Berechnung von Hohlraumvolumina ist das generelle Ziel ein tieferes Verständnis der Hohlraumstruktur und der atmosphärischen Wegsamkeiten.

  • Weitere Informationen

    Präsenzanteil Asse: 20 %

    Voraussetzungen:

    Kandidat*in (m/w/d) sollte beherrschen
    Klassische Thermodynamik, Elemente Differentialgleichungen
    Keine Angst vor Auswerteumgebungen und Scriptsprache
    Programmieren von Vorteil z.B. Python, Java, Mathlab, Mathematica, R, Root
    Bereitschaft, auch mit MS-Officesoftware zu arbeiten, ggf. LaTeX, Linux

    Geeignet für:  Bachelor Physik oder Bachelor Physik Lehramt

    Start: jederzeit

    Bewerbungen bitte an:

    Prof. Clemens Walther
    walther@irs.uni-hannover.de
    Tel.: 0511 762 3312

     

    bei inhaltlichen Fragen:

    Dr. Klaus Föhl
    klaus.foehl@bge.de
    Tel.: 05336 89-2179

Charakterisierung eines Festkörperszintillations-Detektors (LaBr3, CeBr3, SrI2)

Die Inhalation des radioaktiven Edelgases Radon und seiner Folgeprodukte stellt – nach dem Rauchen – das größte Risiko dar, an Lungenkrebs zu erkranken. Die EU hat dieses Risiko in den Basic Safety Standards adressiert. In Deutschland erfolgt die Umsetzung des Schutzes vor Radon durch das Strahlenschutzgesetz und die nachgeordnete Verordnung. So wird daraufhin gewirkt, dass die Radon-222 Aktivitätskonzentration in Wohnhäusern im Mittel 300 Bq/m³ nicht überschreitet.

  • Beschreibung

    Im Rahmen des EMPIR Projekts (European Metrology Programme for Innovation and Research) MetroRADON werden an der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt neuartige Quellen zur Erzeugung konstanter Radonatmosphären für den Bereich < 300 Bq/m³ entwickelt. Dafür wird Radium-226 in einer solchen physikalisch-chemischen Beschaffenheit verwendet, dass Radon-222 in einer bekannten und konstanten Rate emaniert.
    Um die Stabilität der neu entwickelten Emanationsquellen zu gewährleisten, wird zusätzlich ein online Messsystem implementiert, dass es erlaubt die Emanation von Radon aus der Quelle kontinuierlich zu überwachen. Dies geschieht auf der Basis gamma-spektrometrischer Messungen.
    Ziel der angebotenen Bachelorarbeit ist es, das Ansprechvermögen eines Szintillators durch eine Kombination aus Monte-Carlo-Simulation (GEANT 4) und Messungen zu charakterisieren. Zusätzlich soll der Untergrund in verschiedenen Umgebungen gemessen werden.
    Anschließend soll aus den generierten Ergebnissen berechnet werden, wie effizient – unter Berücksichtigung der ISO 11929 – das vorgegebene Nachweisverfahren mit dem jeweiligen Detektor unter gegebenen Voraussetzungen (z.B. limitierte Messzeit, verschiedene Messgeometrien) ist. Aus diesen Daten kann eine optimale Messgeometrie unter Berücksichtigung von Praktikabilität und Umsetzbarkeit ermittelt werden.
    Da die experimentelle Arbeit an der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt, Braunschweig durchgeführt werden soll, ist eine Anstellung als Werkstudent für 2 Monate mit Vergütung möglich.

  • Weitere Informationen

    Laboranteil: 35%
    Publizierbarkeit: 80%

    Voraussetzungen:

    6. Semester B.Sc., Grundvorlesung und Laborpraktikum Strahlenschutz

    Geeignet für: B.Sc. Phys.

    Start: jederzeit


MASTERARBEITEN

Entwicklung einer einfachen und schnellen Methode zum Nachweis von Tritium und anderen Radionukliden in Umweltproben

 

Im Rahmen des Projektes TRANSENS soll für ein mobiles LSC-Gerät (Triathler) eine möglichst einfach zu beherrschende und schnelle Methode zur Bestimmung von Gesamt-Beta, sowie nach Möglichkeit von 3H in Umweltproben entwickelt werden. Hieran anschließend soll die Methode hinsichtlich charakteristischer Grenzen (Stichwort: Nachweisgrenze) charakterisiert und gegebenenfalls optimiert werden, sowie eine Anleitung zur reproduzierbaren Durchführung der Messung durch Laien entwickelt werden.

  • Weitere Informationen

    Übersicht:

    Die Analytik von reinen beta-Strahlern im Allgemeinen - und hier in besonderem Maße vom niederenergetischen Tritium - stellt eine der größten Herausforderungen in der radiochemischen Routineanalytik dar. Die Gründe hierfür liegen zum einen in der geringen Reichweite (insbesondere niederenergetischer) beta-Strahlung und zum anderen in der nicht-monoenergetischen Natur der Emission in Folge des beta-Zerfallsprozesses. Das hierbei emittierte Energiespektrum der Elektronen ist im Allgemeinen – anders als bspw. in der alpha- oder Gamma-Analytik – gleichzeitig immer nur für ein einziges Radionuklid auswertbar, weshalb dieses vor einer Messung mit bspw. LSC chemisch sehr aufwendig von allen weiteren Strahlern abgetrennt werden muss. 

    Hierdurch ist die heutzutage routinemäßig durchgeführt beta-Analytik – mit ihren hervorragenden Nachweisgrenzen! - im Allgemeinen für Laien ohne ausgewiesene Laborexpertise und ein gut ausgerüstetes Messlabor praktisch unzugänglich. Diese müssen sich folglich bei der Bewertung der Umweltkontamination in Ihrer Umwelt vollständig auf die Aussage von Experten und Behörden verlassen. Im Rahmen des Projektes TRANSENS versuchen wir Bürgerinnen und Bürger möglichst direkt in Messungen zur Radioaktivität in Ihrer Umwelt einzubeziehen. Während dies für die Gamma-Analytik bereits möglich ist, soll im Rahmen dieser Abschlussarbeit ausgelotet werden, ob mittels eines mobilen, vergleichsweise kostengünstigen Flüssigszintillationsgerät Messungen auch für Laien weitgehend selbstständig durchführbar gemacht werden können. Insbesondere stellt sich die Frage wie Umweltproben mit möglichst geringem Aufwand und Laborequipment aufbereitet werden können und ob es gelingt mit diesen Methoden Nachweisgrenzen zu erreichen, die immer noch deutlich unterhalb der als kritisch anzusehenden Grenzwerte für Tritium (sowie Gesamt beta/alpha) in der Umwelt liegen.

    Weitere Informatione:
    Laboranteil:
    70%
    Publizierbarkeit:
    80%

    Voraussetzungen:
    6. Semester B.Sc., Grundvorlesung und Laborpraktikum Strahlenschutz

    Start: ab sofort

Modellierung von Druckverlaufskurven an der Schachtanlage Asse

 

Eine bestehende einfache Modellierung des Luftdruckzeitverlaufs durch Differentialgleichungen soll erweitert werden. In der Schachtanlage Asse sind Hohlräume in nicht befahrbaren Bereichen des Grubengebäudes durch Erkundungsbohrungen erschlossen. Durch Messungen des Differenzdrucks zum befahrbaren Grubengebäude hin und auch Absolutdruckmessungen wird der zeitliche Verlauf des barometrischen Drucks aufgezeichnet.

Mögliche Aspekte sind realistischere Strömungsmodellansätze, zusätzliche Eingangsparameter sowie die gezielte Auswahl und eventuell Generierung von Signaturen im barometrischen Druckverlauf unter Tage.

Allgemeines Ziel ist ein Verständnis der atmosphärischen Hohlraumstruktur.

  • Weitere Informationen

    Präsenzanteil Asse: 20 % mindestens

    Voraussetzungen:
    Kandidat  (m/w/d) sollte beherrschen:
    Differentialgleichungen, klassische Thermodynamik, ggf. Strömungslehre
    Programmierkenntnisse z.B. Python, Java, C++, shellscript, Mathlab, R, Root
    Keine Angst vor Auswertealgorithmen und Optimierungsrechnungen
    Bereitschaft auch mit MS-Officesoftware zu arbeiten, ggf. LaTeX, Linux

    Geeignet für: Master Physik

    Start: ab sofort

     

    Bewerbungen bitte an:

    Prof. Dr. Clemens Walther
    walther@irs.uni-hannover.de
    Tel.: 0511 762 3312

    bei inhaltlichen Fragen:

    Dr. Klaus Föhl
    klaus.foehl@bge.de
    Tel.: 05336 89-2179

Gasmessungen und deren Auswertung an der Schachtanlage Asse

In der Schachtanlage Asse kann die Atmosphäre von unzugänglichen Teilen des Grubengebäudes durch Erkundungsbohrungen beprobt werden. Neue Gasmessanlagen ermöglichen das kontinuierliche Monitoring von Anteilen dieser Atmosphäre, ergänzt durch die Messung physikalischer Parameter. Darüber hinaus werden punktuell Gasbeutelproben genommen für Analysen auf radioaktive Gase und eine umfassendere chemische Zusammensetzung. Der Kandidat soll am praktischen Einsatz der Geräte vor Ort mit beteiligt sein. Die als Zeitreihen gemessenen Rohdaten sind auszuwerten, untereinander sowie mit externen Datensätzen (z.B. Wetterdienstdaten) zu kombinieren.

  • Weitere Informationen

    Präsenzanteil Asse: 20-40 % mindestens

    Voraussetzungen:
    Kandidat*in  (m/w/d) sollte beherrschen:
    Grundkenntnisse der Thermodynamik und Anorganischen Chemie
    Kenntnis von Programmiersprache z.B. Python, Java, C++, shellscript, Linux
    Berührung mit Auswerteumgebungen z.B. Mathlab, Mathematica, R, Origin
    Bereitschaft auch mit MS-Officesoftware zu arbeiten, ggf. LaTeX

     

    Geeignet für: Master Physik, ggf. auch Master Physik Lehramt oder Bachelor Physik

    Start: Ab Frühjahr 2022

    Bewerbungen bitte an:

    Prof. Dr. Clemens Walther
    walther@irs.uni-hannover.de
    Tel.: 0511 762 3312

    bei inhaltlichen Fragen:

    Dr. Klaus Föhl
    klaus.foehl@bge.de
    Tel.: 05336 89-2179

Technik für Gasprobenahme an der Schachtanlage Asse

In der Schachtanlage Asse werden Einlagerungskammern durch ein Erkundungs- und Messprogramm untersucht, zusätzlich sind Hohlräume in nicht befahrbaren Bereichen des Grubengebäudes durch Bohrungen zugänglich. Aus diesen Bereichen sind mittels mehrerer Methoden Proben auch von Gasen zu nehmen.

Hierzu sollen verschiedene Techniken eingesetzt werden, welche jede ihre eigene auf den jeweiligen Einsatzzweck zugeschnittene Probennahmesonde erfordert. Der Kandidat wird in die Konzeption, Konstruktion und, sofern die Zeit reicht, auch in den Einsatz dieser Gerätschaften mit eingebunden.

  • Weitere Informationen

    Präsenzanteil Asse: 30 %

    Voraussetzungen:
    Kandidat*in  (m/w/d) sollte beherrschen:
    Grundkenntnisse Thermodynamik, Anorganische Chemie, Radioaktivität
    Bereitschaft, sich in die technische Konstruktion zu begeben, ggf. CAD
    Berührungspunkte mit Gesetzen und Genehmigungsvorschriften
    Bereitschaft auch mit MS-Officesoftware zu arbeiten, ggf. LaTeX, Linux

    Geeignet für: Master Physik

    Start: ab sofort

     

    Bewerbungen bitte an:

    Prof. Dr. Clemens Walther
    walther@irs.uni-hannover.de
    Tel.: 0511 762 3312

     

    bei inhaltlichen Fragen:

    Dr. Klaus Föhl
    klaus.foehl@bge.de
    Tel.: 05336 89-2179

Radionuklide im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer?

Stratigraphie und Sedimentologie von Vorländern
zur Untersuchung des ökosystemstärkenden Küstenschutzes

 

Das Forschungsprojekt „Gute Küste Niedersachsen" geht der Frage nach, was eine „gute“ Küste ist, an der wir sicher vor Naturgefahren, im Einklang mit der Natur, eingebettet in die gewachsene Kulturlandschaft, verantwortungsbewusst und nachhaltig leben und wirtschaften können. In diesem Kontext soll eine Salzwiese an der niedersächsischen Küste untersucht werden, die in den letzten Jahrzehnten intensiv bewirtschaftet wurde und nun im Zuge von Flächenaufwertungsmaßnahmen renaturiert werden soll. Anhand von Sedimentkernen gilt es zunächst Trends in den Sedimentakkretionsraten der vergangenen Jahrzehnte aufzuzeigen (Aufwachsen der Salzwiese), um die bisherigen küstenschutzrelevanten Ökosystemleistungen der bewirtschafteten Salzwiese aufzeigen zu können. Hierbei sollen Radionuklide als Tracer und Chronometer dienen (z.B. Cs-137 Ra-226, Pb-210, eventuell Pu, Am).  Nur über eine akkurate Quantifizierung der Raum-/Zeitvarianz bzgl. des Salzwiesenwachstums kann bewertet werden, ob und wie eine Bewirtschaftung von Vorländern oder deren Renaturierung zu einer Verbesserung ihrer natürlichen Küstenschutzfunktion und damit Widerstandsfähigkeit gegenüber einem steigenden Meeresspiegel führt.

Die Genauigkeit solcher Sedimentakkretions-Rekonstruktionen hängt grundsätzlich von der chronostratigraphischen Kontrolle ab. Die Extraktion robuster Altersinformationen stellt hierbei jedoch eine große Herausforderung in den intertidalen Ablagerungssystemen dar, sodass der Fokus dieser Abschlussarbeit auf der Methodik der Altersmodellgenerierung und deren Anwendbarkeit auf die dynamischen und anthropogen-überprägten Standorte der niedersächsischen Küste liegen wird.

  • Weitere Informationen

    Laboranteil: ca. 65 %

    Voraussetzungen:

     

    Der*die Kandidat*in  (m/w/d) bringt idealerweise mit:

    • Erfahrungen bei Laborverfahren sind wünschenswert
    • Chemische bzw. naturwissenschaftliche Grundkenntnisse
    • Gute EDV-Kenntnisse
    • Besuchte Vorlesungen: Phys IVA, SuR sowie Praktikum am IRS



    Geeignet für:
    Bachelor/Master Physik, Master Chemie

    Vergütung: HiWi-Vertrag möglich

    Pflichtliteratur: http://gute-kueste.de/

    Start: zum nächstmöglichen Zeitpunkt

    Kontakt:

Herstellung und Charakterisierung von 241Am-getracerten Bodenproben

 

Beim Projekt RemoteAlpha sollen Alphakontaminationen aus größerer Entfernung als die Reichweite von Alphateilchen in Luft nachgewiesen werden. Dafür wird der Effekt der Radiolumineszenz genutzt. Um das optische Detektionssystem zu testen, werden vom IRS Umweltproben hergestellt.

Im Rahmen dieses Master-Projektes sollen Bodenproben mit 241Am hergestellt und charakterisiert werden. Dafür muss zunächst ein Verfahren entwickelt werden, wie sich Boden homogen mit Americium mischen lässt, ohne dass sich die Oberflächenaktivität durch Schütteln ändert. Die Aktivität der Proben soll mit der Gitterionisationskammer gemessen werden und die Homogenität mittels Alpha-Track-Detektion überprüft werden. Am Ende sollen Bodenproben mit verschiedenen Aktivitätskonzentrationen pro Quadratzentimeter für Messungen mit dem optischen System der PTB zu Verfügung stehen.